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Musik ist nicht nur was wir hören, sondern alles was passiert” — George Brecht

Fernab des Bereichs Musik – von Menschen erzeugte Kompositionen, die unsere Ohren durch das Medium Klang erreichen – existiert ein anderer Bereich, der aus der Erinnerung an Musik besteht, die sich hier ohne die eigene Manifestation zusammenfügt. So entsteht eine Welt der “Imaginary Musics”, so wollen wir sie nennen, eine Welt verkörperter Kompositionen.

Diese Musiken, für deren Existenz es keiner Musiker bedarf, tragen wir stets mit uns; stets können sie bestimmte Zustände und Emotionen hervorrufen. Ihre Melodien verweben sich zu dem, was wir sind; sie definieren und begleiten uns, sie geben den unsagbarsten Teilen unseres Universums eine repräsentative Form. Imaginäre Musiken sind die Musiken unserer inneren Geheimkammern; Tagträume, Fantasien und Erinnerungen, Fiktionen und Möglichkeiten.

Da wir uns bereits über Jahre die quasi-Borgesschen Idee eines Museums der imaginären Musiken beschäftigt, versuchen wir nun, in diesem Programm einige denkbare Exponate und Ausdrücke zusammenzubringen – insbesondere ihre zarten, exotischen, kuriosen Aspekte, seien dies Musik für motorbetriebene künstlicher Inseln (The Dead Mauriacs), eine Landkarte der Zartheit (Xavier Boussiron) oder fiktive Clubs (Aroma Club / Hematic Sunsets), Filme für Ohren (Ela Orleans) und Musiken fürs Kopfkino (Pram), motorisierte Spiele (Klavikon, Joasihno) und ein mechanisches Orchester (Pierre Bastien), unmögliche Tänze (Gwladys Morey, poster), die mentale Musik von Liebe und Orgasmus (Laida Lertxundi), Klangvorschläge (Paul Paulun), nachempfundene Albumcover (Discographisme Récréatif) und Aufnahmen von Stille (Sounds of silence).

Als Teil des Gastrecht-Programms wird dieses imaginäre Museum am 5. und 6. Mai 2017 im Palace in St.Gallen Form annehmen: zwei Abende voller imaginärer Musik, lautlos, fiktiv oder filmisch, sowie die erste Ausstellung der Sammlung.

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CREDITS

Zeichnung: Gwladys Morey, Schrift: Delphine Duprat, Design: Please Teenage, Website: Constance Legeay. Marienbad électrique: Enrique Vila-Matas. Programm: Marie-Pierre Bonniol.

www.palace.sg  | www.collection-morel.com | www.julietippex.com | www.nextex.ch

Mit besonderer Unterstützung der APCd Fondation, Archives + Production d’Art Contemporain
www.apcd-fondation.com

Vielen Dank : Guillaume Berinchy, Philippe Delvosalle, Keith Duncan, Jérémie Gnaedig, Till Kniola, Martial Mingam, Tea Soža, Johannes von Weizsäcker, Lisa Wicklund.

Pressemitteilung (PDF) : English | Deutsch

Produktion : Disco-Babel / Palace – 2017

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